Integration durch Qualifizierung

Ein junger Mann mit Migrationshintergrund absolviert eine Ausbildung im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege.Fotolia

Das Projekt mit dem Namen „Rückenwind – Aldaam“ ist ein Teilprojekt des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“, das vom IQ-Landesnetzwerk Saarland koordiniert und unterstützt wird.

Die Idee und der Bedarf nach Coaching wurden in der Migrationsberatung schon länger deutlich. So fragten immer wieder Ärzte mit Migrationshintergrund, die ihre Facharzt-Ausbildung an der Universitätsklinik absolvieren, um Beratung und nach Unterstützung. Das Projekt wendet sich aber nicht nur an Menschen, die schon im Beruf sind, sondern hat auch die im Blick, die mit einer medizinischen Qualifizierung im Gepäck kommen und um ihre Anerkennung in Deutschland kämpfen. Hier sind zwischenzeitlich auch viele Flüchtlinge dabei.

Der Rückenwind kommt nun in Form eines Coachings-Programms, das speziell auf Gesundheitsberufe ausgerichtet ist. Projektmitarbeiterinnen ermitteln in der Beratung mit einer ausführlichen Kompetenzanalyse den Förderbedarf und erstellen einen individuellen Coaching-Plan. Der sich anschließende Coaching-Prozess wird von den Projektmitarbeiterinnen langfristig begleitet.

Zentrale Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken Homburg. Hier besteht die Möglichkeit im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege eine Ausbildung zu absolvieren. Insbesondere die einjährige Ausbildung zur „Krankenpflegehelferin“ und zum „Krankenpflegehelfer“ werde mehr und mehr von Flüchtlingen und anerkannten Asylbewerbern nachgefragt.

Das Konzept, in das unter anderem auch Jobcenter und das Frauenbüro Saarpfalz eingebunden sind, ist Teil des IQ-Landesnetzwerkes Saarland und zunächst auf drei Jahre angelegt. Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfond gefördert.

Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung"

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung" zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird in den ersten beiden Handlungsschwerpunkten aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). Der dritte Handlungsschwerpunkt wird aus Bundesmitteln finanziert.

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