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Stand: 07.12.2018

Pressemitteilung

Corona-Pandemie fordert Caritas-Arbeit heraus

Jahresbericht 2020_TitelbildCaritasverband für die Diözese Speyer

"Wir hatten uns gefragt, ob wir überhaupt einen Jahresbericht für das Corona-Jahr 2020 machen, weil doch so viele Präsenzveranstaltungen ausfallen mussten", berichtet Caritas-Chef Andreas Heinz. "Aber dann haben wir entdeckt, wie viel wir doch geschafft haben in diesem besonderen Jahr - und wie viel Kreativität und Ideenreichtum unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere vielen Ehrenamtlichen gezeigt und bewiesen haben." Jede Seite des Jahresberichts liest sich wie ein Erlebnisbericht in schwierigen Zeiten, so der Leiter.  

Für die Erziehungs-, Ehe- und Lebensberatung bedeuteten (und bedeuten noch immer) Lockdown, Ausgangsbeschränkung, Homeoffice eine Herausforderungen für dieses Arbeitsfeld des Caritas-Zentrums Saarpfalz bedeuteten (und noch immer bedeuten). Im März 2020 wurde schnell eine Telefonhotline eingerichtet - mit Beraterinnen, die gemeinsam nach Auswegen und Lösungen für die Ratsuchenden suchen. Darüber hinaus wurde das Beratungsangebot im Sinne des Ansatzes "blended counseling" umgestellt, der systematisch die Vielfalt der verschiedenen Kommunikationskanäle miteinander verbindet. "So konnte die Beratung zwischen Telefonberatung, Online-Beratung und Präsenzberatung - drinnen und draußen - wechseln", sagt Andreas Heinz. "Das machte uns deutlich flexibler und wir konnten uns auf die Anforderungen der unterschiedlichen und in schneller Folge sich ablösenden Landesverordnungen zur Eindämmung der Pandemie gut einstellen."

Angebote für ausländische Kinder aufrechtzuerhalten, war eine weitere Aufgabe der Caritas. Für die Hausaufgabenhilfe wurde eine Notunterkunft im Nebenraum der nahegelegenen Stadthalle gefunden. Im Jahresbericht lässt sich im entsprechenden Kapitel sehr gut nachlesen, in welcher Weise insbesondere benachteiligte Kinder durch die Corona-Maßnahmen betroffen sind. Digitale Endgeräte - also Smartphone, Tablet oder Laptop - haben diese Kinder meist nicht. Hinzu kommen Sprachschwierigkeiten, an einem digitalen Unterricht teilzunehmen. Und die Eltern können bei den Hausaufgaben kaum unterstützen.

Wie steht es um die Jugendlichen in der Pandemiezeit im Allgemeinen? Leider nicht gut, denn den Jugendlichen fehlt(e) der Kontakt zu Gleichaltrigen. Über mehr Aktivität seitens der Caritas auf digitalen Kanälen wie Facebook, Instagram und YouTube konnte zumindest vielfach der Kontakt gehalten werden. "Insbesondere Jugendliche brauchen aber die Gemeinschaft im konkreten Miteinander", so der stellvertretende Caritas-Leiter Matthias Schappert. "Die Coronakrise ist eine große Belastung für die Kinder- und Jugendhilfe. Gerade die Jungen dürfen wir nicht aus den Augen verlieren - weder physisch noch in der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Sorgen und Probleme."

Dies gilt natürlich insbesondere auch am Ende eines Lebens, wenn körperliche Nähe im wahrsten Sinne des Wortes lebensspendend und lebensverlängernd wirkt. Der Qualifizierungskurs in der Hospizhilfe konnte 2020 noch erfolgreich abgeschlossen werden, doch in diesem Jahr wird es coronabedingt keinen Kurs geben können, da die Planung schwierig ist. Die fünf Ehrenamtsgruppen, die sich wegen des Lockdowns nicht mehr treffen konnten, starten jetzt wieder - in digitaler Form mit Videokonferenzen, erklärt Gabriele John-Neumann vom Ökumenischen Hospiz- und Palliativberatungsdienst und stellvertretende Caritas-Leiterin.

Was auch für die Schwangerschaftsberatung gilt: mehr und mehr Digitalisierung - mehr und mehr gesicherte E-Mail-Beratung sowie Online-Beratung einschließlich Chatberatung. Die Schwangerschaftsberatung ist das inzwischen am weitesten entwickelte Arbeitsfeld in der digitalen Beratung der Caritas.

Zwischen aller Hilfe für andere hat das Caritas-Zentrum Saarpfalz auch selbst sehr viel Hilfsangebote erfahren dürfen. Immer wieder fragen vor allem junge Syrer nach, ob und wie sie helfen könnten. So beispielsweise Nahad Ibrahim, der 2014 ins Saarland kam und mehrere Jahre von der Migrationsberatung der Caritas unterstützt wurde. Er hatte angeboten, in Corona-Zeiten  Einkäufe zu erledigen oder mit dem Hund Gassi zu gehen sowie einiges mehr. Das Hilfsangebot nahm das Caritas-Zentrum Saarpfalz sehr gerne an. Nahad Ibrahim war im Caritas-Altenzentrum St. Barbara in St. Ingbert im Einsatz. Seine Aufgaben dort waren Essen und Trinken zu verteilen, mit den Senioren kurze Spaziergänge zu unternehmen, und vor allem, sich mit ihnen zu unterhalten.

Der komplette Jahresbericht kann auf Anfrage gerne zuschickt werden und steht auch als Download auf www.caritas-zentrum-saaarpfalz.de  zur Verfügung. Wir freuen uns über jede*n Leser*in.

Info

Caritas-Zentrum Saarpfalz
Schanzstr. 4
66424 Homburg
Telefon:(06841) 934850
E-Mail: caritas-zentrum.saarpfalz@caritas-speyer.de
www. Caritas-Zentrum-Saapfalz.de

Text und Foto: Caritas-Zentrum Saarpfalz /Caritasverband für die Diözese Speyer


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